Auf dem Weg, mich selbst verloren.

Ich weiß nicht was es ist. Wo auf dem Weg habe ich mein Selbstbewusstsein, dass ich mir die letzten Monate so hart erarbeitet habe, verloren? So sehr versuche ich dieses innerliche Gefühl von Sicherheit zurück zu erlangen, aber vergeblich. Mein Kopf ist so voll mit unnötigen Problemen und Szenarien, dass kein Platz mehr für die wichtigeren Probleme ist. Seit Wochen, nein – Monaten, weiß ich nicht mehr wie es sich anfühlt ausgeschlafen zu sein. Ständig verschiebe ich wichtigere Dinge wie schlafen, essen und Sport in den Hintergrund. Dinge die essentiell sind um zu überleben. Ja okay, Sport vielleicht nicht so – aber in meiner Welt spielt der eine enorm große Rolle. Nur dadurch schaffe ich es, alles im Gleichgewicht zu bewahren.

Seit Monaten habe ich verlernt wie man richtig isst und schläft. Viel wichtiger empfinde ich derzeit einfach, mich abzulenken. Ich gehe regelrecht meinen Verpflichtungen aus dem Weg. Wieso? Ich weiß es nicht. Irgendetwas in mir erlaubt mir nicht, mich auszuruhen. Vielleicht weil mir mein Unterbewusstsein einreden will, dass ich dann wieder zu viel Zeit zum Nachdenken habe? Kann gut sein. Ständig suche ich nach Ablenkungsmöglichkeiten. Jemand aus der Schule den ich seit Jahren nicht gesehen hab hat Geburtstag,? Lass schnell mal auf die Party gehen. Morgen spielt eine Band in der Nähe von mir, dessen Name ich schon einmal gehört habe? Na dann auf zum Konzert. Der neue Spiderman-Film ist im Kino? Nichts wie hin. Es sind die kleinsten und unwichtigsten Ereignisse, die mir den Schlaf rauben. Vielleicht habe ich auch unbewusst Angst, innere Ruhe zu finden und in meinem Trotz zu baden. Tief in mir drinnen weiß ich jedoch, dass alles was ich brauche, ein Tag ist, an dem ich mich von der Außenwelt abschotte und einfach nur auf mich selbst konzentriere. Mal sehen wie lange es noch dauert, bis mich der Drang überkommt, endlich die Augen zu öffnen um den Weg zurück zu mir wieder zu finden.

Level 82

Manchmal überkommt mich der Drang, einfach umzudrehen und zu fliehen. Wie heute zum Beispiel. Ich wusste, es ist meine Verpflichtung heute dorthin zu gehen. Hatte jedoch einfach keine Lust und Kraft. Jeden Tag schleppe ich mich die Treppen hoch und lass alles über mich ergehen. Lass alles mit mir machen. Wie eine Marionette an den Seilen der Wirtschaftsmächte. Gesteuert von Geld und Macht.

Ich halte es nicht aus. Ich will frei sein. Frau meiner eigenen Gedanken sein und nicht gezwungen werden mich zu ändern, mich anzupassen, nur weil ich anders bin. Wieso werde ich jeden Tag so gequält? So zu tun als wäre alles okay. Derzeit ist kein Ende in Sicht. Es ist schwer kurz vor der Tür zu stehen und an einem Nervenzusammenbruch zu erleiden, weil man den Stress nicht mehr erträgt und das Gefühl hat überflüssig zu sein. Es gibt nichts Schlimmeres als das. Meine größte Freude an jedem Tag, wirklich jedem Tag, besteht darin, am Abend wieder in die frische, kalte Luft zu stapfen. Ich freue mich schon in dem Moment in dem ich meine Augen öffne am Morgen. Endlich wieder aus diesem Gebäude zu fliehen, nachdem man stundenlang die Uhr anstarrt, in der Hoffnung die Zeit würde schneller vergehen. Jede Sekunde fühlt sich an wie ein Monat, ein Jahr. Erst wenn die eiskalte Luft meine Lunge füllt und mein Körper vor Kälte anfängt zu zittern weiß ich, ich lebe. Ich habe einen weiteren qualvollen Tag überstanden.

Heute hatte ich noch die Energie und habe ich mich trotz all dem durch die Tür gewagt, auch wenn ich wusste es wird mich zerstören. Vernichten. Auffressen. Aber was tut man, denn nicht alles um einfach zu überleben? Wie lange dieses Spiel noch vor sich geht und wie viele Level dieses besitzt ist mir unklar. Eines weiß ich, ich befinde mich im Level 82. Wünscht mir Glück, dass es bei 100 ein Ende nimmt.

Wie viele Chancen hat jemand verdient?

Wieviele Chancen hat ein Mensch verdient? Eine? Zwei, Drei? Sagt es mir. Ich gebe so vielen Menschen zu viele Chancen, einfach weil ich immer nur das Positive in ihnen sehe. Jedes Mal sage ich mir, „Komm wie oft willst du denn noch verletzt werden?“ – und wie oft gebe ich nach und gebe der Person trotzdem noch eine Chance? Ich bringe es einfach überhaupt nicht übers Herz jemanden aus meinem Leben zu streichen. Alleine „aus dem Leben streichen“ klingt so hart. Genau so aber auch „einfach gehen zu lassen“. Gibt es denn nicht eine etwas sanftere Art, das zu formulieren um es mir zu zu erleichtern?

Es gibt doch einen Grund wieso diese Person es in mein Leben geschafft hat und einen Teil des Weges mit mir gegangen ist. So viele Erinnerungen hängen an einer Person. Ich will diese Erinnerungen behalten. Dadurch, dass ich das Negative in einem Menschen ignoriere, behindere ich mich selbst daran, diese Person zu vergessen. Es ist nicht so einfach wie ich mir selbst immer einrede. Am Schwersten ist es jemanden gehen zu lassen, dem man über die Jahre hinweg einfach alles anvertraut hat. Ich habe dieser Person alles erzählt und mich in jeder Situation verstanden gefühlt, deshalb ist diese Person auch die Einzige, die alles über mich weiß. Es ist quasi so als würde mein Tagebuch vor dir weglaufen. Ein komischer Gedanke. Ein Gedanke, der mich dauerhaft quält. Ich will die Person die mich so gut versteht einfach nicht gehen lassen.

 

Hallo Unterbewusstsein, was ist los mit dir?

Heute geht’s mir richtig scheiße. Plötzlich überkam mich so eine Traurigkeit. Aus dem Nichts. Bäm. Sie war auf einmal da. Wieso? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist es wieder nur eine Phase. Schieben wir das emotionale Chaos einfach mal auf den Mond.

Ein möglicher Grund könnte aber auch das Packen für eine kleine Reise sein. Letztens als ich innerhalb von Österreich gereist bin, hatte ich eine unglaublich gute Zeit. Und jetzt steht wieder eine kleine Reise an. Emotional zerreißt es mich gerade. So viele Gedanken schweben in meinem Kopf. So viele unbeantwortete Fragen. Klar, ich könnte mich auf den Weg machen um meine Antworten zu finden. Will ich es? Ja. Trau ich mich es? Nein. Wäre ich erleichtert, wüsste ich den Grund wieso alles so ist, wie es jetzt ist? Vielleicht. Könnte ich mit den Konsequenzen leben die dadurch entstehen? Höchstwahrscheinlich nicht. Deshalb schweige ich vor mich hin und hoffe, dass ein Wunder geschieht und sich alles klärt. Einstweilen hüpfe ich von einer Party zur Nächsten und lege meine ganze Hoffnung in den Abend, dass am nächsten Morgen alles gut sein wird. Verdrängen heißt noch lange nicht vergessen. Höchstens temporär.

Ich setzte alles daran, einfach hinzunehmen wie die Situation gerade ist. Morgen wache ich bestimmt wieder auf, lese diesen Text hier und lache über den Unsinn der mich heute noch so belastet hat.

Consumed by others.

Living on my own and being my own judge has made me realize many more things I couldn’t even think of before. I realized once you are on your own, you invest more time into decision taking. I came to the conclusion that it’s okay to ask others for their opinion but they should never influence your decision. This was my major problem in the past. I used to ask friends for their opinion and depending on which one sounded more realistic – I decided to take action based on one of the opinions my friends shared with me. It is one of the worst things to do, not trusting yourself enough and being depended on someone else. I thought I was useless and my opinion doesn’t have any value at all because I thought I have not collected enough experience in a certain field/area or haven’t been there or done that in order to be able to know what’s right or wrong. I’ve been experiencing a lot of self-hate due to not trusting my instincts. Opinions of others matter to me don’t get me wrong it’s just you are the only one who knows what’s the right thing to do in a situation. You know if you can handle the consequences your decision may bring with it. As long as you are fine with the consequences go for it. You always have to weigh what’s more important to you.

My mistake was that I ignored my own feelings and thought someone else would know how I function and be able to make a  decision for me. I used to live for others way too long. I thought that everything my very closed ones, and with that I don’t necessarily mean my family, know what’s right for me. It was a lie. No one ever gets to experience the way you feel in certain situations even though you may describe it to them in the best way possible. You are the only one who can control your feelings. Make the best out it. You truly know what’s best for you. Friends and other peoples opinions may make you look at things differently. They make you start thinking about something you would never have thought of before. This is a very great opportunity and should get you thinking. It doesn’t necessarily mean you have to agree with what they say. They just opened your eyes and made you see things from a different angle.

What I’m trying to say with all of this is, that I pretended to be someone else for too long. I used to live for others. I believed almost everything my closest friends told me (not second-guessing things) because I really looked up to them. They seemed to have experienced certain things in more depth than me. This was the reason why I blindly trusted every word they said. I did everything they wanted me to do. I always thought you have to reach a certain age in life to know how to handle unforeseen situations like a master. It’s a lie. You mature with experience not age. I wish someone told me that earlier in life.

Knowing that it is okay to say „No“ when you really don’t feel like doing or trying out things is perfectly fine. It took me a while to learn how to say „No“ and stick to it. You don’t have to feel bad neither do you have to apologize for your feelings that made you choose to go this way. NEVER APOLOGIZE FOR YOU FEELINGS. N E V E R.

#All You Are Is History

Let’s start with a song that helped me go through a certain part of my life.

All you are is history by State Champs describes the situation I’ve been in for like 90%. It is insane how one band can write songs you can relate to so much.

„I’m a realist and an optimist but I swear to you, I’m not getting over this“ 

I wouldn’t particularly say that I am an optimist in all situations of my life, but to a certain extend I am even though I hardly show it. I tried to hold on for longer than I should have and tried to fix everything that was broken already. Even though deep down inside of me I knew I lost the war, I looked past it and ignored the fact I couldn’t stop the ship from sinking. It was hard for me to accept the truth. The realist in me knew it was over and that there was nothing left to fix anymore but the optimist ignored what the realist had to say and fought even harder than before to bring back the time where everything was still fine. You can also refer to the realist as my heart and the optimist as my brain. There is always a constant battle between these two. It is a never-ending war; and before I even had the change to decide whether to listen to my heart or head – the decision was made by the other person. So I guess it’s safe to say I am a mess between my heart and head.

„Walking tall in a small town. Full of yourself when you’re feeling down“

To be fair this part of the song doesn’t sound too positive, but for me it has quite a different meaning than it originally was supposed to have I guess. It reminds me of when I pretended to be all self-confident when in fact I was dying on the inside. I didn’t want someone specific to know that I’m having a hard time accepting their decision. I thought faking my own happiness will eventually get me there but I successfully failed. In fact it only got me into more trouble. My heart was still holding onto this thing we had but my head told me to let go.

 

„I can’t pretend anymore. You don’t wanna leave you said that before“

The hardest part about accepting their decision was that I saw their eyes were telling a different story than their words. I am able to read between the lines better than they thought I would be. Seeing them walk away even when they told you they wouldn’t, let a small part of me die on the inside but at the same time remind me of why I never let people in. Pain.

„I think I know my limits and how to make good decisions“

I have came to the conclusion that holding onto something that was already buried deep beneath the ground doesn’t make any sense. Luckily I had the time to travel a bit a few days ago to see State Champs. The memories I made there are worth gold. Hearing „All you are is history“ live made me reconsider everything. I was standing in the middle of the crowd screaming back the lyrics until I lost my voice. I’ve let all of the emotions and anger that were stored in the heart of my chest for far too long out. Once and for all. I freed the demons from their cage where they had been held hostage for months.
During the song I all of a sudden realized that all the rescue plans I have made up in my mind wouldn’t change anything about us. There was no such feeling left other than emptiness.

One thing I know for sure now is, that all you are is history.