Gefangen unter dem Glasdach

Alleine und verlassen saß ich auf dem eiskalten Boden in der Halle. Umgeben von tausenden an glücklichen Wesen. Verwirrt blickte ich durch die unendlich große Halle. Überall lachende Gesichter. Nur ich saß alleine und hilflos auf dem Boden. Ich blickte nach oben, über mir in einer sehr unerreichbaren Höhe erstreckte sich das Glasdach. Ganz oben, so weit oben, dass es ein Gefühl von Freiheit in mir auslöste. Obwohl ich mich in einer unendlich großen Halle befand. Ich fand Gefallen darin. Eingesperrt aber doch frei zu sein. Ein für mich unbeschreibliches Gefühl. Doch mein Blick wanderte wieder zum Boden. Ich wich dem möglichen Blickkontakt aus um zu verhindern, dass eine Person einen Blick in meine Seele bekommt. Dieser Gedanke alleine nimmt mir schon den Atem. Ich verspürte wieder den Drang zu heulen. Einfach so, mitten in der Halle vor tausenden vor Menschen. Sie gingen sekündlich an mir vorbei. Mein Blick blieb gesenkt, weiterhin um jeglichen Blickkontakt zu vermeiden. Ich kämpfte gegen die Tränen an. Ein schwerer Kampf den ich letztendlich gewonnen hab.

Nichts brachte mich dazu, aufzustehen. Rein gar nichts. Ich blickte vom Boden, den ich die letzten Minuten fixierte, auf. In der Hoffnung, dass niemand mitbekommen hat wie ich gegen mein Inneres ankämpfe. Ich wagte den Blick nach rechts und plötzlich sah ich, wie du mich hilflos von der Ferne ansahst. Ich wusste in dem Moment, dass du eine Ahnung hattest was in mir vorging. Dein Blick sagte mehr als ich in Worte fassen kann.  Du wusstest irgendetwas stimmt nicht. Ich wollte rennen, weit weg von hier. Niemals wollte ich, dass du mich in dem Zustand sieht. Du warst die einzige Person in diesem Raum die bemerke wie schlecht es mir ging, obwohl wir uns vor einer Stunde glücklich miteinander unterhalten haben. Auch wusstest du, dass nicht du der Grund für dieses Chaos in mir warst. Du wolltest mir helfen, doch du konntest nicht. Die Umstände erlaubten es nicht. Ich stand auf und spazierte durch den Raum. Ich sah dich den ganzen Abend nie wieder.

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