Gefühlszustand: undefiniert.

Da konzentriert man sich einmal auf andere Dinge im Leben und plötzlich kommen alte Probleme wieder auf einen mit offenen Armen zugelaufen. Wieso? Ich war endlich wieder für drei Tage hintereinander glücklich. Das kann doch einfach nicht sein. Ich bin eh ein Schwachmat, was Overthinking angeht.

Es gibt nichts, dass mich mehr in den Wahnsinn treibt, als das ständige Überdenken sämtlicher, unnötiger Dinge. Gerade befinde ich mich in einen für mich unerklärlichen Gefühlszustand.

Treue Wegbegleiter

Ich schwebe derzeit auf der 7. Wolke der Melancholie. Kaum denke ich, es geht bergauf, holt mich die Realität ein und rüttelt mich wach. Abends liege ich im Bett, denke über meine Pläne nach und freue mich regelrecht auf die neuen Abenteuer. Doch kaum bin ich eine Stunde wach & lese mich durch meine unzähligen Nachrichten, vergeht mir wieder die Lust und Kraft durch den Tag zu starten. Ich bin ein sehr lebensfroher Mensch, doch wenn konstant auf einem herumgetrampelt wird, sinkt die Stimmung auch des noch so fröhlichen Menschen in den Keller.

Anfang Februar, damit meine ich die Zeitspanne vom Ersten bis zum Fünften, war alles perfekt. Ich bin mit meiner Festivalbekanntschaft Tag und Nacht durch jede Ecke Innsbrucks gelaufen. Nachts haben wir nach den Parties unsere Lieblingsbude besucht und Pizza gegessen. Wir sind um drei Uhr in der Früh durch Innsbruck spaziert und haben unsere ehrlichen Gedanken und Gefühle miteinander geteilt. Es ist einfach schön, wenn man jemanden Vertrauen schenken kann und diese Person als wahre Freundin bezeichnen darf.

Daher, Regel Nummer 1: Freunde sind wichtige Wegbegleiter, wähle sie weise aus.

 

Wie viele Chancen hat jemand verdient?

Wieviele Chancen hat ein Mensch verdient? Eine? Zwei, Drei? Sagt es mir. Ich gebe so vielen Menschen zu viele Chancen, einfach weil ich immer nur das Positive in ihnen sehe. Jedes Mal sage ich mir, „Komm wie oft willst du denn noch verletzt werden?“ – und wie oft gebe ich nach und gebe der Person trotzdem noch eine Chance? Ich bringe es einfach überhaupt nicht übers Herz jemanden aus meinem Leben zu streichen. Alleine „aus dem Leben streichen“ klingt so hart. Genau so aber auch „einfach gehen zu lassen“. Gibt es denn nicht eine etwas sanftere Art, das zu formulieren um es mir zu zu erleichtern?

Es gibt doch einen Grund wieso diese Person es in mein Leben geschafft hat und einen Teil des Weges mit mir gegangen ist. So viele Erinnerungen hängen an einer Person. Ich will diese Erinnerungen behalten. Dadurch, dass ich das Negative in einem Menschen ignoriere, behindere ich mich selbst daran, diese Person zu vergessen. Es ist nicht so einfach wie ich mir selbst immer einrede. Am Schwersten ist es jemanden gehen zu lassen, dem man über die Jahre hinweg einfach alles anvertraut hat. Ich habe dieser Person alles erzählt und mich in jeder Situation verstanden gefühlt, deshalb ist diese Person auch die Einzige, die alles über mich weiß. Es ist quasi so als würde dein Tagebuch vor dir weglaufen. Ein komischer Gedanke. Ein Gedanke, der mich dauerhaft quält. Ich will die Person die mich so gut versteht einfach nicht gehen lassen.